{"id":7188,"date":"2025-11-28T17:25:28","date_gmt":"2025-11-28T16:25:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.appointmed.com\/blog\/?p=7188"},"modified":"2025-11-28T17:25:30","modified_gmt":"2025-11-28T16:25:30","slug":"erfolgreich-als-osteopath-und-yogalehrer-mit-cornelius-feist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.appointmed.com\/blog\/erfolgreich-als-osteopath-und-yogalehrer-mit-cornelius-feist","title":{"rendered":"Erfolgreich als Osteopath und Yogalehrer (mit Cornelius Feist)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wissen-in-bewegung\">Wissen in Bewegung<\/h2>\n\n\n\n<p>Diesmal sprechen wir mit <strong>Cornelius Feist<\/strong>. Er ist nicht nur <strong>Physiotherapeut und Osteopath<\/strong> mit eigener Praxis in Hamburg, sondern auch <strong>Movement- und Yoga-Lehrer<\/strong> sowie Ausbildner. Im Gespr\u00e4ch teilt er seinen Werdegang, erz\u00e4hlt, wie er seine Movement-Schule gegr\u00fcndet hat, und gibt wertvolle Einblicke in seine beruflichen Strategien und Business-Hacks, die ihn erfolgreich gemacht haben. Ein inspirierendes Gespr\u00e4ch f\u00fcr alle, die Gesundheit, Bewegung und Unternehmergeist verbinden wollen.<\/p>\n\n\n\n                <h4>H\u00f6r&#039; Dir die Folge auf Spotify an!<\/h4>\n                <p class=\"spotify-placeholder\" data-consent=\"marketing\" data-inverse>Um den Spotify Player anzuzeigen, aktiviere bitte <a href=\"#\" class=\"ch2-open-settings-btn\">Marketing-Cookies<\/a>.<\/p>\n                <p><iframe data-service=\"62\" data-src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/7BeS4foYuFLv33KYQP1L2C?utm_source=generator\" width=\"100%\" height=\"152\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><span data-mce-type=\"bookmark\" style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" class=\"mce_SELRES_start\">&#xFEFF;<\/span><\/iframe><\/p>\n                <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3319\" style=\"vertical-align: text-top !important;\" src=\"https:\/\/www.appointmed.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/emoji-megaphone.png\" alt=\"Megaphone Emoji\" width=\"23\" height=\"23\">&nbsp;<strong>Alle Folgen auf<\/strong>: <a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/6OGsIrnpsoKa3IBuMfMDlf?si=7ff8b8c6934a4c74\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spotify<\/a>, <a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/de\/podcast\/hashtag-physio-podcast-trailer\/id1587902031?i=1000536874719&amp;itsct=podcast_box_link&amp;itscg=30200&amp;ls=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apple Podcasts<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLxHLN9qtib7l9xUrTob5Xa_1PLYZNweut\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">YouTube<\/a><\/p>\n                <hr>\n            \n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-cornelius-ich-freue-mich-dass-du-da-bist-erzahl-uns-doch-zu-beginn-ein-bisschen-wer-bist-du-und-was-machst-beruflich\" style=\"font-size:24px\">Cornelius, ich freue mich, dass Du da bist. Erz\u00e4hl uns doch zu Beginn ein bisschen: Wer bist Du und was machst beruflich?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich bin Cornelius Feist, komme urspr\u00fcnglich aus Hannover und lebe inzwischen in Hamburg. Ich habe eine <strong>Physiotherapie-Ausbildung<\/strong> gemacht \u2013 allerdings mit dem klaren <strong>Ziel, danach Osteopath zu werden<\/strong>. Der Weg war also schon von Anfang an ein bisschen vorgezeichnet. Die Ausbildung in Osteopathie habe ich dann berufsbegleitend \u00fcber f\u00fcnf Jahre in Hamburg absolviert, w\u00e4hrend ich <strong>gleichzeitig als Physiotherapeut gearbeitet<\/strong> habe. Im dritten Jahr der Osteopathieausbildung habe ich zus\u00e4tzlich die <strong>Heilpraktikerzulassung erworben<\/strong>, um nach deutschem Recht eigenst\u00e4ndig und rechtssicher in der Osteopathie arbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel dazu sind noch einige <strong>Weiterbildungen im Bereich Bewegung und Bewusstsein<\/strong> dazugekommen. Das hat sich ganz organisch entwickelt. So habe ich nach meiner Physiotherapieausbildung auch eine <strong>200-Stunden-Yogalehrerausbildung<\/strong> gemacht, die ich sp\u00e4ter noch um eine <strong>350-Stunden-Ausbildung zum Yoga- und Meditationslehrer<\/strong> in Hamburg erweitert habe \u2013 parallel zur Osteopathie-Ausbildung. Bei mir war also immer viel los, was Weiterbildung angeht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die Arbeit als Physiotherapeut im Praxisalltag war dabei sozusagen das \u201eBrot und Wasser\u201c, und drumherum hatte ich einfach viel Lust und Energie, mich weiterzuentwickeln.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Adela:<\/strong> <em>Sch\u00f6n, wie sich diese Disziplinen gegenseitig erg\u00e4nzen und verbinden. Du hast vorhin gesagt, dass du \u00fcber die Physiotherapie zur Osteopathie gekommen bist. Mich w\u00fcrde interessieren:<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-war-das-etwas-das-du-schon-immer-machen-wolltest-oder-gab-es-einen-bestimmten-moment-der-dich-auf-diesen-weg-gebracht-hat\" style=\"font-size:24px\">War das etwas, das Du schon immer machen wolltest, oder gab es einen bestimmten Moment, der Dich auf diesen Weg gebracht hat?<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Abitur <strong>wollte ich urspr\u00fcnglich Humanmedizin studieren<\/strong> und habe mich auch beworben. In der Zwischenzeit habe ich ein <strong>freiwilliges wissenschaftliches Jahr<\/strong> an der Medizinischen Hochschule in Hannover gemacht, in einem Labor f\u00fcr Stammzellforschung. Das h\u00e4tte mir sp\u00e4ter stark auf den Numerus Clausus angerechnet werden k\u00f6nnen, ich h\u00e4tte also nach einem Jahr mit dem Medizinstudium beginnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Zeit im Labor habe ich aber gemerkt, dass mir zwar die Themen gefallen, nicht aber die Art, wie Forschung und medizinische Arbeit organisiert sind. Ich habe gesehen, wie \u00c4rztinnen und \u00c4rzte nach langen Diensten nochmal sechs Stunden an ihrer Dissertation arbeiten, und mich gefragt, ob ich so leben und arbeiten m\u00f6chte. <strong>F\u00fcr mich f\u00fchlte sich das System einfach nicht menschlich an<\/strong> und ich finde es unfassbar, dass das System darauf basiert, dass Menschen so arbeiten m\u00fcssen und dabei so viel Verantwortung tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich noch ein paar Praktika in niedergelassenen Praxen gemacht habe, um mir ein ganzheitliches Bild zu machen, fiel mir ein, dass meine Tante Osteopathin ist. Ich kannte ihre Praxis aus meiner Kindheit und habe dort immer eine ruhige, fokussierte Atmosph\u00e4re erlebt. Ich habe sie gefragt, wie man eigentlich Osteopath wird, durfte bei ihr hospitieren und habe schnell gemerkt, dass auch dieser Weg sehr anspruchsvoll ist \u2013 mit einer <strong>intensiven Ausbildung und vielen Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Damals steckte die akademische Ausbildung in der Osteopathie in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Es gab zwar erste Vollzeitstudieng\u00e4nge, aber viele davon waren noch nicht offiziell anerkannt, weder durch die Hochschulen selbst noch durch die entsprechenden Berufsverb\u00e4nde. Zudem fehlten diesen Studieng\u00e4ngen oft noch die sogenannten Lehrpraxen, also die M\u00f6glichkeit, das theoretische Wissen auch praktisch mit echten PatientInnen anzuwenden. Im Grunde bedeutete das, <strong>man machte ein Vollzeitstudium, das noch keine staatliche Anerkennung hatte<\/strong>, und musste sich die Praxiserfahrung selbst organisieren \u2013 etwa \u00fcber Freundes- und Bekanntenkreise oder in Vereinen. F\u00fcr mich f\u00fchlte sich das nicht stimmig an, weil genau dieser praktische Teil f\u00fcr mich so wesentlich war.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb habe ich mich entschieden, <strong>zun\u00e4chst den Weg \u00fcber die Physiotherapie<\/strong> zu gehen. Mein urspr\u00fcnglicher Plan war recht einfach: drei Jahre Ausbildung in der Physiotherapie, danach direkt das Osteopathie-Studium. Was mir damals nicht bewusst war: Diese Entscheidung bedeutete am Ende nicht drei, sondern fast acht Jahre, bis ich wirklich als Osteopath arbeiten konnte \u2013 mit mehreren Jahren Berufserfahrung dazwischen in einem Feld, das ich urspr\u00fcnglich gar nicht als mein Ziel gew\u00e4hlt hatte.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die Physiotherapie hat ihre sch\u00f6nen Seiten, aber auch viele strukturelle und praktische Herausforderungen. R\u00fcckblickend war es aber trotzdem der richtige Weg.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sie hat mir eine unglaublich solide Grundlage gegeben \u2013 in der Arbeit mit Menschen, im Verst\u00e4ndnis des K\u00f6rpers, in der klinischen Praxis. Und als ich schlie\u00dflich meine eigene osteopathische Praxis er\u00f6ffnen konnte, war das ein gro\u00dfer Moment der Erleichterung. Ich konnte endlich ganz in dem Beruf arbeiten, den ich wirklich aus\u00fcben wollte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-heisst-du-hast-dich-erst-nach-dem-abschluss-deiner-osteopathie-ausbildung-vollstandig-selbststandig-gemacht-und-hast-davor-parallel-in-einem-angestelltenverhaltnis-gearbeitet\" style=\"font-size:24px\">Das hei\u00dft, Du hast Dich erst nach dem Abschluss deiner Osteopathie-Ausbildung vollst\u00e4ndig selbstst\u00e4ndig gemacht und hast davor parallel in einem Angestelltenverh\u00e4ltnis gearbeitet?<\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht ganz. <strong>Ich war schon w\u00e4hrend meiner Zeit als Physiotherapeut teilselbstst\u00e4ndig.<\/strong> und habe in dieser Phase Selbstzahler und PrivatpatientInnen behandelt. Nach und nach habe ich dann den Schritt in die vollst\u00e4ndige Selbstst\u00e4ndigkeit gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das fiel zeitlich mit meiner Heilpraktikerzulassung zusammen, die ich parallel zur Osteopathieausbildung erworben habe. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich <strong>komplett selbstst\u00e4ndig gemacht<\/strong> \u2013 mit einer <strong>eigenen Praxis f\u00fcr Physiotherapie und Osteopathie<\/strong>, zun\u00e4chst noch als Osteopath in Ausbildung. Das Ganze ist also sehr organisch gewachsen, sodass ich am Ende meiner Ausbildung bereits einen vollen Patientenplan hatte und nahtlos in die vollst\u00e4ndige osteopathische T\u00e4tigkeit \u00fcbergehen konnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-sieht-dein-alltag-aus-wie-strukturierst-du-deine-woche-und-wie-setzt-du-deine-arbeitsschwerpunkte\" style=\"font-size:24px\">Wie sieht Dein Alltag aus? Wie strukturierst Du Deine Woche und wie setzt Du Deine Arbeitsschwerpunkte?<\/h2>\n\n\n\n<p>Inzwischen ist mein beruflicher Alltag recht gut strukturiert und viele Abl\u00e4ufe laufen mittlerweile automatisiert, etwa die Terminplanung, das Follow-up oder auch buchhalterische Prozesse \u2013 <a href=\"https:\/\/www.appointmed.com\/\">auch durch die Hilfe eures Praxistools<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Meine Praxis ist meine Basis.<\/strong> Ich bin seit vielen Jahren im selben Stadtteil t\u00e4tig, war zuvor dort auch angestellt und bin \u00fcber die Zeit richtig in diesem Viertel angekommen. Ich habe nie Werbung geschaltet, sondern die Praxis \u00fcber gute Sichtbarkeit \u2013 etwa durch SEO \u2013 und durch die pers\u00f6nliche Vernetzung aufgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich arbeite in Teilzeit in der Praxis, meist mit f\u00fcnf bis sieben Behandlungen am Tag und einer Stunde Pause dazwischen. Ich w\u00fcrde mich inzwischen als Osteopath in eigener Praxis beschreiben, der nebenbei ein wenig Projektentwicklung betreibt&#8230; Zum einen habe ich in meiner Praxis <strong>eine Praxisgemeinschaft gegr\u00fcndet<\/strong>. Das hei\u00dft, <strong>ich vermiete einige R\u00e4ume<\/strong> und koordiniere die Nutzung \u2013 das ist fast ein bisschen wie Raummanagement, wie ein kleiner \u201eHausmeisterjob\u201c. Zum anderen leite ich gemeinsam mit anderen die <strong>Movement-Schule<\/strong>. Dabei handelt es sich um einen gr\u00f6\u00dferen Space, bei dem auch R\u00e4umlichkeiten vermietet werden und ein Kurssystem angeboten und gepflegt wird. Bei beiden Projekten k\u00fcmmere ich mich auch um den technischen Hintergrund \u2013 die Koordination, funktionierende Integration aller Elemente und darum, dass die Projekte gut positioniert und auffindbar sind.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Rund um meine Praxist\u00e4tigkeit mache ich viele verschiedene Dinge \u2013 aber die eigentliche Arbeit in der Praxis empfinde ich als den ruhigsten, fast schon meditativsten Teil meines Alltags.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es in jeder Behandlung Momente intensiver Interaktion, besonders in der Anamnese oder im Gespr\u00e4ch. Aber w\u00e4hrend der Behandlung selbst wird es oft sehr konzentriert, sehr fokussiert und ruhig. Man kann dabei nat\u00fcrlich sprechen, doch im Kern geht es in dieser Zeit wirklich um die Person auf der Liege \u2013 um das Wahrnehmen, Sp\u00fcren und Arbeiten mit den H\u00e4nden. F\u00fcr mich ist das eine stille, sehr pr\u00e4sente Form des Tuns, in der ich meinen H\u00e4nden und meinem Hirn folgen kann, ohne \u00fcber irgendetwas anderes nachzudenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist zwar energieintensiv, weil man ganz beim Menschen ist, aber gleichzeitig auch der entspannteste Teil meiner Arbeitswoche. Der Rest meiner T\u00e4tigkeiten \u2013 also alles, was <strong>Organisation, Projekte, Kommunikation oder Koordination<\/strong> betrifft \u2013 <strong>fordert mich auf einer anderen Ebene deutlich st\u00e4rker<\/strong>. Da geht es oft schneller, ist komplexer und verlangt viel mehr Abstimmung mit anderen. Ich unterrichte eigene Kurse und betreue das Kurssystem meiner Movement-Schule, in dem auch andere LehrerInnen aktiv sind \u2013 ich mache das also nicht allein. Dazu kommt die Praxisgemeinschaft, um die ich mich ebenfalls k\u00fcmmere: um die R\u00e4ume, die Vermietung, um organisatorische Dinge.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich das alles so aufz\u00e4hle, klingt es viel \u2013 und das ist es auch manchmal. Trotzdem habe ich bislang <strong>nie das Gef\u00fchl gehabt, dass es mich \u00fcberfordert<\/strong>. Ich bin kein gro\u00dfer To-do-Listen-Mensch; erst letzte Woche habe ich zum ersten Mal tats\u00e4chlich eine Liste geschrieben, weil einfach so viele Aufgaben gleichzeitig anstanden. Bisher habe ich alles in meinem Kopf organisiert \u2013 nat\u00fcrlich unterst\u00fctzt durch einen gut gepflegten Kalender. Termine trage ich immer sofort ein, sonst geht\u2019s unter, aber was noch zu tun ist, habe ich bisher meistens im Kopf behalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, was mir dabei hilft, ist, dass das alles aus einer sehr klaren inneren Vorstellung heraus entstanden ist. Schon mit Mitte 20 hatte ich die Vision, eine eigene Praxis zu haben \u2013 aber ich <strong>wollte darin nicht allein arbeiten<\/strong>. Gleichzeitig <strong>wollte ich keine Angestellten<\/strong>, weil ich keine klassische Arbeitgeberrolle einnehmen wollte. Ich wollte frei bleiben von dieser Verantwortung, aber dennoch mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Zusammenarbeit macht mir einfach Spa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Darum war f\u00fcr mich schnell klar: <strong>Eine Praxisgemeinschaft ist das Richtige<\/strong>. Ein Ort, an dem man sich begegnet, voneinander profitiert und Leben in den R\u00e4umen ist. Und etwas fr\u00fcher noch hatte ich den Wunsch, eine eigene <strong>Movement-Schule<\/strong> zu gr\u00fcnden. Damals steckte das ganze Thema Movement noch in den Kinderschuhen, und ich hatte das Gef\u00fchl, ich bin sehr fr\u00fch bei etwas dabei, das gro\u00dfes Potenzial hat. Ich glaube bis heute fest daran, dass Movement f\u00fcr viele Menschen eine Antwort sein kann \u2013 nicht f\u00fcr alle, aber f\u00fcr viele \u2013 auf Fragen, die unsere Gesellschaft aktuell kaum beantwortet: Wo d\u00fcrfen wir einfach Mensch sein? Wo d\u00fcrfen wir spielen, uns bewegen, ohne dass es gleich wieder um Leistung geht?<\/p>\n\n\n\n<p>In der Movement-Arbeit geht es f\u00fcr mich darum, <strong>Bewegungsqualit\u00e4t zu f\u00f6rdern und dadurch Gesundheit zu st\u00e4rken<\/strong> \u2013 aber auf eine spielerische, freiere Art. Nicht aus dem Druck heraus, mehr leisten zu m\u00fcssen, sondern aus Freude an Bewegung. Ich wusste damals gar nicht, wie man zu einer eigenen Schule kommt \u2013 das war nur so eine Idee, eine Vision. Und jetzt, Jahre sp\u00e4ter, sind beide Dinge Realit\u00e4t geworden: die Praxisgemeinschaft und die Movement-Schule.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das ist nicht aus einem Businessplan heraus entstanden, sondern ganz organisch gewachsen. Ich habe die Kompetenzen, die ich heute brauche, Schritt f\u00fcr Schritt auf dem Weg dorthin erworben. Es hat sich einfach entwickelt, ganz nat\u00fcrlich, und irgendwann hat sich alles zu dem zusammengef\u00fcgt, was jetzt da ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-es-klingt-so-als-sei-das-alles-aus-deiner-leidenschaft-heraus-entstanden-aus-dem-wunsch-etwas-zu-bewegen-und-mit-echter-begeisterung-bei-der-sache-zu-sein\" style=\"font-size:24px\">Es klingt so, als sei das alles aus Deiner Leidenschaft heraus entstanden \u2013 aus dem Wunsch, etwas zu bewegen und mit echter Begeisterung bei der Sache zu sein.<\/h2>\n\n\n\n<p>Ja, absolut. Am Ende geh\u00f6rt dazu auch einfach sehr viel Geduld. Solche Dinge entstehen nicht \u00fcber Nacht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Es vergingen insgesamt bestimmt zehn Jahre bis zu dem Punkt, an dem ich wirklich selbstst\u00e4ndig war. Diese Jahre waren gef\u00fcllt mit Ausbildung und Weiterbildung \u2013 und das hei\u00dft eben auch, dass f\u00fcr andere Dinge, wie etwa Reisen oder Freizeit, kaum Platz war.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Gerade die Zeit in der Physiotherapie war <strong>finanziell nicht besonders einfach<\/strong>, und weil ich so viele Wochenenden in Fortbildungen verbracht habe \u2013 meist sogar zwei Dinge gleichzeitig, zum Beispiel Osteopathie und Yoga oder Osteopathie und die Heilpraktiker-Vorbereitung \u2013 war ich praktisch st\u00e4ndig in irgendeiner Form in Ausbildung. Wochenenden standen selten zur Verf\u00fcgung, und ich <strong>hatte nie mehr als vielleicht f\u00fcnf Wochen Urlaub im Jahr<\/strong>. Meine l\u00e4ngste Reise bisher war vier Wochen \u2013 bis jetzt. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal eine l\u00e4ngere Pause gemacht und bin im Sommer ganze sechs Wochen unterwegs gewesen. Darauf habe ich mich schon sehr lange gefreut, und ich habe auch lange darauf hingearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann eben nicht alles gleichzeitig haben. <strong>Es geht immer darum, Priorit\u00e4ten zu setzen<\/strong> und sich zu fragen: Wie sehr brenne ich f\u00fcr etwas? Und in welchem Tempo m\u00f6chte ich Dinge angehen? Man kann den Weg auch langsamer gehen \u2013 das ist genauso legitim. Dann dauert es vielleicht zwanzig Jahre statt zehn, aber man hat unterwegs mehr Raum f\u00fcr anderes.<\/p>\n\n\n\n<p>Mich haben meine Themen einfach sehr gepackt. Und wie du vorhin gesagt hast: Es hat sich alles irgendwie in Symbiose entwickelt. <strong>Die einzelnen Dinge greifen ineinander<\/strong>, erg\u00e4nzen sich und bauen aufeinander auf. Viele meiner T\u00e4tigkeiten profitieren heute voneinander \u2013 auch auf einer fachlichen Ebene. Wenn ich zum Beispiel in unserem Movement Teacher Training Anatomie und Physiologie unterrichte, dann kann ich auf meinen Hintergrund als Yoga-Lehrer zur\u00fcckgreifen. Ich habe das alles schon einmal aufbereitet, Skripte geschrieben, Strukturen entwickelt und gelernt, wie man Inhalte Menschen vermittelt, die keine medizinische Vorbildung haben. Ich wei\u00df heute, was ich von Teilnehmenden erwarten kann \u2013 und was nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch ist vieles jetzt deutlich einfacher, weil ich auf Erfahrungen zur\u00fcckgreifen kann, die ich in einem anderen Kontext schon einmal gemacht habe. Es f\u00fchlt sich ein bisschen so an, als w\u00fcrde sich alles in Kreisen bewegen \u2013 und diese Kreise werden einfach gr\u00f6\u00dfer. Alles kommt irgendwann wieder, aber auf einer anderen Ebene, etwas weiter entwickelt. So habe ich immer noch das Gef\u00fchl, den \u00dcberblick zu behalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und trotzdem musste ich letzte Woche zum ersten Mal wirklich eine To-do-Liste schreiben \u2013 einfach, weil die Aufgaben jetzt mehr geworden sind. Die Movement-Schule gibt es ja schon seit sieben Jahren, aber mit dem neuen eigenen Space, den wir im Februar er\u00f6ffnet haben, ist nochmal eine andere Verantwortung dazugekommen \u2013 auch finanziell. Das ist kein Projekt, das man einfach von heute auf morgen schlie\u00dfen k\u00f6nnte, ohne dass etwas passiert. Es hat ein anderes Gewicht, eine andere Tragweite.<\/p>\n\n\n\n<p>Das fordert mich nat\u00fcrlich auch auf einer neuen Ebene: Ich muss Dinge st\u00e4rker durchdenken, kann Aufgaben nicht mehr aufschieben, muss wirklich pr\u00e4sent bleiben. Aber ich habe das Gef\u00fchl, dass ich genau jetzt bereit daf\u00fcr bin \u2013 bereit, Projekte dieser Gr\u00f6\u00dfe gleichzeitig zu tragen und ihnen gerecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Adela<\/strong>: <em>Man h\u00f6rt sehr sch\u00f6n heraus, dass Du jetzt an einem Punkt bist, an dem Du die Fr\u00fcchte Deiner Arbeit erntest \u2013 all das, was Du Dir \u00fcber Jahre aufgebaut hast. Mit deinen Weiterbildungen und Deiner Erfahrung gibst Du heute selbst etwas zur\u00fcck und schaffst Neues.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-erzahl-uns-doch-bitte-was-ist-movement-practice-hamburg\" style=\"font-size:24px\">Erz\u00e4hl uns doch bitte: Was ist Movement Practice Hamburg?<\/h2>\n\n\n\n<p>Movement entstand in einer Phase, in der ich auch tiefer ins Yoga eingetaucht bin. Ein Freund machte mich damals auf die sogenannte <strong>Movement Culture<\/strong> aufmerksam \u2013 etwas, das zu der Zeit fast nur online sichtbar war, weil es noch so klein war. Er schickte mir ein paar Videos, und wir haben angefangen, die gezeigten Bewegungen einfach nachzumachen. Als ich das sah, dachte ich sofort: Wow, <strong>das ist wie eine Sprache der Bewegung<\/strong>, etwas, das ich innerlich schon lange gesp\u00fcrt hatte.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Ich hatte immer das Gef\u00fchl, dass sportartspezifisches Training unseren K\u00f6rper nur teilweise abbildet.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wir Menschen sind eigentlich Generalisten \u2013 gemacht, um uns anzupassen und vielf\u00e4ltig zu bewegen, nicht nur eine einzelne Disziplin perfekt zu beherrschen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir hochspezialisiert trainieren, wie etwa im Speerwurf, wo alles auf eine einzige Bewegung hin ausgerichtet ist. Aber diese Spezialisierung hat auch ihren Preis.<\/p>\n\n\n\n<p>Das sehe ich auch bei meinen PatientInnen: Wenn wir immer <strong>nur einseitig agieren<\/strong> oder dieselben Muster wiederholen, <strong>wird der K\u00f6rper zwar effizient, aber auch begrenzt<\/strong>. Und genau da hat Movement f\u00fcr mich angesetzt \u2013 als <strong>freiere, ganzheitlichere Form der Bewegung<\/strong>, die wieder an das erinnert, wof\u00fcr unser K\u00f6rper eigentlich gemacht ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Adela<\/strong>: <em>Genau, im Alltag brauchen wir eigentlich beide Seiten unseres K\u00f6rpers, um verschiedene Aufgaben auszuf\u00fchren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Exakt. Wir leben ein bisschen in der <strong>Illusion, dass unser K\u00f6rper symmetrisch ist<\/strong> \u2013 das stimmt aber gar nicht. Und das ist v\u00f6llig in Ordnung. Solange der K\u00f6rper frei funktioniert, kann er Ungleichgewichte sehr gut ausgleichen. Ich sage auch gar nicht, dass Spezialisierung automatisch zu Problemen f\u00fchrt. Aber wer in einer Sache wirklich Spitzenleistung erreichen will, muss daf\u00fcr enorm viel investieren \u2013 und die Lernkurve flacht nach oben hin immer weiter ab.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Im Movement-Ansatz geht es dagegen darum, sich von diesem reinen Leistungsdenken zu l\u00f6sen. Statt Perfektion in einer Disziplin anzustreben, steht die Vielfalt der Bewegung im Mittelpunkt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als ich damit begann, habe ich schnell gemerkt: Beschwerden, die ich vorher hatte, verschwanden einfach, weil ich meinem K\u00f6rper mehr Abwechslung gegeben habe.<\/p>\n\n\n\n<p>In Hannover habe ich zun\u00e4chst in einer kleinen Gruppe trainiert, sp\u00e4ter in Hamburg Anschluss an mehrere bestehende Gruppen gefunden. Schlie\u00dflich bin ich in einer geblieben \u2013 erst als fortgeschrittener Teilnehmer, dann als Freund und schlie\u00dflich als Partner. Gemeinsam haben wir die <strong>Movement Practice Hamburg gegr\u00fcndet<\/strong> \u2013 eine Schule f\u00fcr Bewegung, f\u00fcr Bewegungsqualit\u00e4t und menschliche Verbindung. Ein Ort, an dem es ums gemeinsame Bewegen geht, nicht ums Bessersein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wen-sprecht-ihr-mit-movement-practice-hamburg-an-und-was-erwartet-mich-wenn-ich-bei-euch-mitmache\" style=\"font-size:24px\">Wen sprecht ihr mit Movement Practice Hamburg an? Und was erwartet mich, wenn ich bei euch mitmache?<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Wir bieten gef\u00fchrte Bewegungskurse an<\/strong> \u2013 \u00e4hnlich wie man es vielleicht aus dem Yoga kennt, nur ohne Matten und mit deutlich mehr Raum. Wir bewegen uns dreidimensional, durch den ganzen Raum, und nutzen ein breites Repertoire an Bewegungsformen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kann spielerisch aus dem Kampfsport entlehnt sein, aus Yoga, funktionellem Training, Mobilit\u00e4tsarbeit oder Kraft\u00fcbungen. Manchmal geht es um spezifische F\u00e4higkeiten, manchmal um flie\u00dfende Bewegungsabl\u00e4ufe \u2013 etwa inspiriert von Animal Flow oder Locomotion.<\/p>\n\n\n\n<p>Von au\u00dfen wirkt das Ganze oft anspruchsvoll, aber tats\u00e4chlich ist Movement viel zug\u00e4nglicher, als viele denken. Es ist fordernd, ja, aber sehr niedrigschwellig. Wir arbeiten mit nat\u00fcrlichen Bewegungen \u2013 Dingen, die unser K\u00f6rper eigentlich kennt, auch wenn sie im Alltag verloren gegangen sind. Jede und jeder kann dabei im eigenen Tempo und mit der eigenen Variante \u00fcben. Genau das macht es so offen und inklusiv.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ist-es-fur-teilnehmende-eine-herausforderung-sich-von-gewohnten-mustern-zu-losen-und-offen-spielerisch-in-neue-bewegungen-hineinzugehen-ist-das-etwas-das-ihr-bewusst-fordert\" style=\"font-size:24px\">Ist es f\u00fcr Teilnehmende eine Herausforderung, sich von gewohnten Mustern zu l\u00f6sen und offen, spielerisch in neue Bewegungen hineinzugehen? Ist das etwas, das ihr bewusst f\u00f6rdert?<\/h2>\n\n\n\n<p>Absolut. Genau das ist oft der spannendste, aber auch herausforderndste Teil. F\u00fcr manche ist Movement weniger k\u00f6rperlich, sondern vielmehr emotional oder mental anspruchsvoll \u2013 weil man Kontrolle losl\u00e4sst und Neues ausprobiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Unterschied zu klassischen Fitnesskursen, wo klare Leistungserwartungen herrschen \u2013 etwa \u201e20 Burpees, 15 Liegest\u00fctze\u201c \u2013 geht es bei uns nicht um Vergleich oder Perfektion. Wenn jemand in eine tiefe Hocke gehen soll und das nicht kann, ist das v\u00f6llig in Ordnung. Dann wird die Bewegung angepasst \u2013 mit erhobener Ferse, mit Unterst\u00fctzung der H\u00e4nde, so wie es f\u00fcr den eigenen K\u00f6rper passt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ziel ist nicht, eine \u201erichtige\u201c Form zu erreichen, sondern Bewegungsqualit\u00e4t zu erfahren. Oft geschieht das in Partner\u00fcbungen, die intuitiv sind und keine Technik voraussetzen. So entsteht Lernen \u00fcber Wahrnehmung und Interaktion \u2013 einfach, spielerisch und dennoch unglaublich wirksam.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Adela:<\/strong> <em>Vor allem kann man sich darauf verlassen, dass Du im Kurs Dein therapeutisches Wissen und Deine Erfahrung aus \u00fcber zehn Jahren Praxis einbringst. Das hebt euch ja deutlich von Angeboten ab, bei denen dieser Hintergrund fehlt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, das stimmt. Viele unserer Lehrenden bringen ebenfalls viel Erfahrung mit. Zum Beispiel Karam, mein Kollege aus der Praxisgemeinschaft, unterrichtet inzwischen selbst Movement. Egi, mein Partner, hat 15 Jahre Personal-Training-Erfahrung und ist von Anfang an in der Movement Culture aktiv \u2013 direkt bei den ersten Entwicklern der Szene wie Ido Portal. Auch Malte bringt umfassende Erfahrung ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell sind wir vier Kernlehrende mit viel Expertise in K\u00f6rperarbeit, Embodiment und Facilitation. Das erm\u00f6glicht eine sehr hohe Lehrqualit\u00e4t und ein Bewusstsein f\u00fcr die Unterschiedlichkeit der Teilnehmenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unsere Kurse richten sich an Erwachsene<\/strong>, aktuell von etwa 23 bis 58 Jahren. <strong>Kinder nehmen gelegentlich teil<\/strong>, was problemlos funktioniert \u2013 sie brauchen keine spezielle Anleitung, sondern k\u00f6nnen einfach mitmachen. Auch in unserem Teacher Training, das \u00fcber ein Jahr geht, haben wir Teilnehmende vom Anfang 20 bis Mitte 50, und das klappt hervorragend.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein besonderer Punkt ist die Interaktion: <strong>Anders als beim Yoga bewegen wir uns gemeinsam<\/strong>, es entsteht Austausch, Begegnung und oft auch Freundschaften \u00fcber Generationen hinweg. Das schafft eine ganz besondere Atmosph\u00e4re und ist aus meiner Sicht ein sehr wertvoller Aspekt unserer Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-du-bist-ja-grunder-vom-therapiezentrum-holon-was-war-die-idee-dahinter-wie-ist-das-entstanden\" style=\"font-size:24px\">Du bist ja Gr\u00fcnder vom Therapiezentrum Holon. Was war die Idee dahinter \u2013 wie ist das entstanden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Ganze ist eher organisch entstanden. Anfangs hatte ich nur einen kleinen Raum, etwa zw\u00f6lf Quadratmeter in einer Yogaschule, um meine Selbstst\u00e4ndigkeit zu starten. Die Schule musste jedoch \u00fcberraschend schlie\u00dfen, und ich stand vor der Entscheidung: R\u00e4ume \u00fcbernehmen oder neu suchen. Ich habe mich daf\u00fcr entschieden, die R\u00e4ume zu \u00fcbernehmen, W\u00e4nde eingezogen und daraus schlie\u00dflich vier Behandlungsr\u00e4ume gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir ging es dabei nie um ein Vermietungsmodell oder einen Business Case. <strong>Ich wollte selbstst\u00e4ndig bleiben<\/strong>, gleichzeitig aber <strong>in Co-Existenz mit anderen Therapeutinnen und Therapeuten<\/strong> arbeiten. Die Menschen, die heute dort t\u00e4tig sind, haben sich \u00fcber die Zeit entwickelt \u2013 manche blieben, andere wechselten. Es hat Zeit gebraucht, aber jetzt f\u00fchlt sich der Ort gut strukturiert und stimmig an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gab-es-in-den-letzten-jahren-situationen-oder-entscheidungen-an-die-du-ruckblickend-anders-herangehen-wurdest-gibt-es-etwas-das-du-bereust\" style=\"font-size:24px\">Gab es in den letzten Jahren Situationen oder Entscheidungen, an die Du r\u00fcckblickend anders herangehen w\u00fcrdest? Gibt es etwas, das Du bereust?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ja, nur eine Sache: Ich habe einmal <strong>auf m\u00fcndliche Aussagen des Finanzamts vertraut<\/strong> und daraufhin Dinge strukturiert, ohne eine schriftliche Best\u00e4tigung zu haben. Das war der einzige gr\u00f6\u00dfere Fehler, und so etwas passiert mir nicht noch einmal, denn Mitarbeitende und Sachbearbeitende \u00e4ndern sich.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>R\u00fcckblickend hat mich diese Erfahrung gelehrt, dass Vertrauen allein manchmal nicht ausreicht. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Schriftliche Vereinbarungen m\u00f6gen unromantisch wirken, schaffen aber Klarheit und Sicherheit f\u00fcr alle Beteiligten. Heute sehe ich sie nicht als Einschr\u00e4nkung, sondern als hilfreiches Instrument, um im Ernstfall Missverst\u00e4ndnisse zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-ist-deine-definition-von-erfolg\" style=\"font-size:24px\">Was ist Deine Definition von Erfolg?<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>F\u00fcr mich bedeutet Erfolg, dass ich den aktuellen Zustand so gestaltet habe, dass sich der Moment im Jetzt richtig und stimmig anf\u00fchlt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es hei\u00dft, <strong>im Hier und Jetzt gut leben, arbeiten und sein zu k\u00f6nnen<\/strong>, ohne st\u00e4ndig nach etwas anderem zu streben. Erfolg ist f\u00fcr mich, diesen Zustand zu genie\u00dfen, ihn auszuhalten und zu sch\u00e4tzen. Und wenn sich etwas irgendwann nicht mehr stimmig anf\u00fchlt, passt man an, ver\u00e4ndert und geht weiter \u2013 immer im Einklang mit dem eigenen Gef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-worauf-kommt-es-an-um-in-deinem-feld-besonders-erfolgreich-zu-sein\" style=\"font-size:24px\">Worauf kommt es an, um in Deinem Feld besonders erfolgreich zu sein?<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine wichtige <strong>Basis ist nat\u00fcrlich die fachliche Kompetenz<\/strong> und der Spa\u00df an dem, was man tut. Wenn man gute Arbeit leistet, wird das immer auf eine Art funktionieren und f\u00fcr Menschen interessant bleiben. Der zweite entscheidende Punkt ist heute die digitale Pr\u00e4senz \u2013 also die Auffindbarkeit der eigenen Arbeit. Wenn man selbst nicht die Kompetenzen oder das Interesse hat, das digital sichtbar zu machen, <strong>sollte man sich Unterst\u00fctzung holen<\/strong>. Ohne diese Sichtbarkeit ist der Aufbau sehr viel langsamer und schwieriger.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es dann aber einmal l\u00e4uft, ist die Arbeit in unserem Feld sehr stabil, weil sie systemrelevant ist. Menschen brauchen heute mehr Therapie, mehr Kontakt und mehr Achtsamkeit \u2013 gerade weil die Welt um uns herum so schnell und \u00fcberfordernd geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wo-kann-man-mehr-uber-dich-und-deine-arbeit-erfahren\" style=\"font-size:24px\">Wo kann man mehr \u00fcber Dich und Deine Arbeit erfahren?<\/h2>\n\n\n\n<p>Am besten auf Instagram \u2013 dort findet man mich unter <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/cornelius_motus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">cornelius_motus<\/a> (\u201eMotus\u201c wie Bewegung). Mehr Informationen zu meiner Praxis gibt es auf <a href=\"https:\/\/osteopath-hamburg.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">osteopath-hamburg.com<\/a> und alles rund um unsere Bewegungsarbeit auf <a href=\"https:\/\/movementpractice.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">movementpractice.de<\/a> \u2013 das ist aktuell auch die lebendigste Plattform, auf der mein ganzer Hintergrund zusammenflie\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cornelius Feist verbindet Osteopathie, Yoga und Movement in Praxis und Lehre. Er berichtet, wie seine Praxisgemeinschaft und die Movement-School organisch gewachsen sind und welche beruflichen Learnings ihn nachhaltig gepr\u00e4gt haben. 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