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“Sie haben 1 neue Mitteilung” – Die SMS ist nach wie vor im Kurs

Patienten schätzen Terminerinnerungen per SMS (Foto: © Tony Alter)

Teilt die SMS schon bald das Schicksal der Videokassette? In Zeiten, wo jeder zu WhatsApp greift, scheint das “Short Message Service” komplett an Relevanz zu verlieren. Oder doch nicht? Ab sofort kannst du deine Patienten per SMS an ihre bevorstehenden Termine erinnern.

“Merry Christmas”

So lautete die allererste SMS, die jemals gesendet wurde. Die Nachricht musste sogar noch am Computer geschrieben werden, weil Handys damals noch keine geeigneten Tastaturen hatten. Verständlich – es war auch erst das Jahr 1992. Eine Antwort gab es natürlich auch nicht. Das erste Handy, das fähig war SMS eigenständig zu senden, wurde erst ein Jahr später erfunden[1].

In der Zwischenzeit hat sich Vieles getan. Die Einführung von sogenannten Instant-Messaging-Diensten wie zum Beispiel WhatsApp, Facebook-Messenger, Viber & Co. hat die Texting-Landschaft weitreichend verändert.

Statistik: Gesendete SMS Nachrichten

Quelle: Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH (2016)2

In diesem Diagramm ist ersichtlich, dass in Österreich im Jahr 2012 die Spitzenzahl an versendeten SMS Nachrichten erreicht wurde. Seitdem fällt diese Zahl rapide. Nach bereits drei Jahren (2015) hat sich die Zahl halbiert. Tendenz: sinkend.[2]

Ist die Zeit der SMS also vorbei?

Nein – auf keinen Fall! Die Anwendung hat sich einfach verändert. Es stimmt, wir schicken uns gegenseitig weniger Kurznachrichten per SMS. Süße Kätzchenbilder verschicken sich leichter über WhatsApp ;-). Das bedeutet aber nicht, dass jegliche Vorteile der SMS verschwunden sind. Beispielsweise besitzt JEDES Mobiltelefon die Fähigkeit SMS zu empfangen. Das ist auch der wesentlichste Vorteil gegenüber WhatsApp oder anderen Messengern, die erst auf dem Gerät installiert werden müssen.

Zwar erhalten wir weniger SMS als früher, reagieren jedoch immer noch gleich darauf: Der Blick wandert nach Erhalt einer Nachricht unmittelbar auf das Display. Das Handy ist meist eine Armlänge entfernt und somit stets verfügbar. Eine Studie[3] zum Thema sagt, dass 48% der amerikanischen Mütter das Handy als wichtigsten Gegenstand sehen, wenn sie das Haus verlassen. Erst dahinter wurden Handtasche, Windeln und Snacks für Kinder genannt.

SMS-Benachrichtigungen in der Gesundheitsbranche

Verpasste Termine sind nicht nur unangenehm sondern auch kostspielig. Großbritannien bezifferte zum Beispiel den Jahresverlust, aufgrund von Nichterscheinen von Patienten zu vereinbarten Terminen, auf 790 Millionen Pfund[4]. Zwar können wir in Österreich argumentieren, dass Patienten im Falle eines unentschuldigten Fernbleibens trotzdem zur Kasse gebeten werden, besser wäre jedoch, sich auf den Grund und nicht die Auswirkung zu konzentrieren.

Es gibt bereits eine Reihe an wissenschaftlichen Studien über die Wirkung von SMS-Benachrichtigung unter verschiedensten Umständen und bei verschiedenen Zielgruppen. Aufgrund dieser großen Anzahl an Untersuchungen, führten Forscher in den vergangenen Jahren sogenannte Metaanalysen in diesem Bereich durch[4],[5]. Das ist quasi die Auswertung aller Experimente und der daraus resultierenden Daten.

Statistik: Wahrgenommene Termine mit/ohne SMS Erinnerung

Daten entnommen aus Guy, Rebecca, et al. 2012 und Boksmati, Nasim, et al. 2016

Auf der vertikalen Achse wird die Veränderung der Anwesenheit von Patienten gegenüber jenen ohne einer SMS-Benachrichtigung dargestellt. Jedes Paar an Punkt bildet ein Experiment und der daraus resultierende Ergebnis ab.

Der grundlegende Konsens ist, dass Patienten, die eine SMS als Terminerinnerung erhalten haben, weitaus häufiger zu vereinbarten Terminen erschienen sind, als Patienten ohne SMS-Erinnerung. Wie viel mehr Patienten zu Terminen erschienen sind, hängt stark von der Art der Behandlung, der Krankheit, dem Alter der Zielgruppe usw. ab.

Die einzige Zielgruppe, bei der SMS-Benachrichtigungen keinen besonderen Mehrwert erzielen konnten, waren langjährige Stammpatienten. Also all jene Patienten, die regelmäßig und in konstanten Abständen, immer zum gleichen Arzt gehen.

SMS-Benachrichtigungen bei appointmed

SMS Benachrichtigung in der Terminverwaltung aktivieren

SMS Benachrichtigung in der Terminverwaltung aktivieren

Mit der neuen SMS-Benachrichtung können appointmed Kunden ihre Patienten künftig automatisch an Termine erinnern. Ein einziger Klick reicht aus, und die SMS wird rechtzeitig an den Patienten versendet.

Individuelle SMS Nachrichten an Patienten schicken

Individuelle SMS Nachrichten an Patienten schicken

Außerdem wird es möglich sein, einem – oder mehreren – Patienten SMS mit beliebigem Text zu schicken. So kann zum Beispiel auf besondere Aktionen und Angebote hingewiesen werden, oder einfach ein freundlicher Geburtstagsgruß versendet werden.


Quellen

[1]Arthur, Charles. „Text messages turns 20 – but are their best years behind them?“ The Guardian. Guardian News and Media, 03 Dec. 2012. Web. 14 Apr. 2017.
[2]„Kommunikationsbericht 2015.“ RTR – Kommunikationsbericht 2015. RTR-GmbH, 27 June 2016. Web. 14 Apr. 2017.
[3]„Smartphones & the Dramatic Reshaping of American Families.“ Influence Central. N.p., n.d. Web. 14 Apr. 2017.
[4]Guy, Rebecca, et al. „How effective are short message service reminders at increasing clinic attendance? A meta‐analysis and systematic review.“ Health services research 47.2 (2012): 614-632.
[5]Boksmati, Nasim, et al. „The effectiveness of SMS reminders on appointment attendance: a meta-analysis.“ Journal of medical systems 40.4 (2016): 1-10.

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