Mit dem Laptop an Deck: Remote Working auf hoher See

Lesedauer: 4:15 Minuten
Remote Working auf hoher See

Photo by Jonathan Smith on Unsplash

appointmed ist eine so genannte “Remote Company”. Das bedeutet, dass wir kein gemeinsames Büro haben und unsere Arbeit an allen möglichen Orten der Erde erledigen können. Wir entfliehen zB den winterlichen Temperaturen in Richtung Asien, unterstützen das Team von Kapstadt aus oder entwickeln neue Features im brasilianischen Dschungel.

Ein Schlüssel für kontinuierlich hohe Motivation und Kreativität im Team, ist die freie Gestaltung der Arbeitszeit und -umgebung. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass das Ergebnis nicht darunter leidet und andere Team-Mitglieder nicht blockiert werden.

So hat es mich im Juni 2022, als Skipper einer Jeanneau 440, in das adriatische Meer verschlagen: Genauer gesagt zu den kroatischen Inseln rund um Hvar. Warum ich dabei bei herrlichem Wetter, mit dem Laptop am Schoß an Deck saß, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die richtige Infrastruktur: Das haben appointmed und die Jeanneau gemeinsam

Ein funktionierendes Arbeitsgerät ist das A und O. Sowohl im laufenden Betrieb von appointmed als auch auf hoher See. Bevor wir die Marina verließen, wurde jedes Gerät auf seine Funktion überprüft: Die Ruderblätter, das Funkgerät usw. Wir hielten uns an diese Sicherheitsmaßnahmen, damit wir in stressigen Situationen keine bösen Überraschungen erleben würden.

Ähnlich läuft das auch bei appointmed. Wichtig ist, dass die technische Infrastruktur laufend geprüft wird, damit es im 24/7 Betrieb zu keinen Ausfällen kommen kann.

Hier setzen wir auf ein Setup, das so ausfallsicher und selbstheilend aufgesetzt ist, dass menschliches Eingreifen in den seltensten Fällen notwendig ist.

Das gibt uns die Möglichkeit, uns im “Sturm” auf das Wesentliche zu konzentrieren und das eigentliche Problem so schnell wie möglich zu lösen.

Christopher Supnig als Skipper auf einer Jeanneau 440Zurück zum Thema Segeln: Wir hatten einen sehr ruhigen Start. Nachdem wir die Mauern der Marina hinter uns gelassen hatten, zeigten die Instrumente 12-16 Knoten Wind. Also die Nase in den Wind und raus mit den großen Tüchern.

Einer der größten Pluspunkte beim Segeln in Kroatien ist für mich der LTE-Empfang, der fast überall zwischen den Inseln verfügbar ist. So lässt es sich mit Hilfe eines mobilen Hotspots abseits der Küste gut arbeiten. Ich konnte vom Wasser aus neue appointmed Features zu entwickeln und das ein oder andere Problem beheben. Aber dazu später mehr…

Unser erstes Ziel führte uns nach Stari Grad – einer kleinen versteckten Stadt, die an einen karibischen Piratenhafen erinnert. Der nächste Tag lockte mit ähnlich gemütlichen Segelverhältnissen und wir konnten ein paar Mann (bzw. Boje) über Bord Manöver trainieren. Nach ein paar An- und Ablegemanövern saß auch der letzte Handgriff – es geht nichts über ein eingespieltes Team.

Auch bei appointmed ist ein eingespieltes Team ein Schlüssel zum Erfolg.

Nur wenn häufige Abläufe allen bekannt – und verinnerlicht – sind, können wir auf unvorhergesehene Situationen schnell reagieren oder auf Kundenanfragen eingehen.

Auch eine unserer größten Stärken – der schnelle Support innerhalb von nur wenigen Minuten – wäre anders nicht vorstellbar.

Akuter Personalmangel: Segeltörn in Gefahr 😱

Während der Planung hatte es den Anschein, als könnte der Törn nicht stattfinden, da auch Bernhard, der zweite Entwickler im appointmed Team, zu dieser Zeit einen Urlaub eingeplant hatte. Im wöchentlichen Team-Meeting entschieden wir allerdings, das Risiko in Kauf zu nehmen. Wir wussten, dass auf die Infrastruktur Verlass ist und dass ich im Notfall – Dank der erstklassigen LTE Verbindung – auch von der Yacht aus Probleme lösen konnte.

Der Segeltörn fand also wie geplant statt und nachdem wir den Kurs Richtung Split eingeschlagen hatten, zog in der zweiten Hälfte der Woche doch noch etwas mehr Wind auf. Endlich hatten wir die gewünschte Segel-Action bei 27 Knoten Wind. So macht segeln Spaß!

Etwas zu früh gefreut…

Schon kam der Anruf von Patrik. Bei einem der letzten Updates hatten sich Fehler in die Rechnungsvorlage eingeschlichen. Dadurch befanden sich ein paar Sonderzeichen zu viel auf einer finalen Rechnung und die Umsatzsteuer-ID sowie das Rechnungsdatum wurden nicht richtig angezeigt. Hier kann selbst eine selbstheilende Infrastruktur nichts ausrichten. Ein Entwickler – in dem Fall ich – musste ‚ran.

Bei appointmed setzen wir alles daran, tagtäglich einen reibungslosen Praxisbetrieb für unsere KundInnen sicherzustellen.

Mit dem Laptop an Deck Probleme lösenJede Anfrage und jedes Problem müssen daher schnell und bestmöglich bearbeitet werden. Kurz gesagt: Es macht uns Freude unsere KundInnen zufriedenzustellen, weshalb solche Probleme nicht warten können.

Ich gab also das Steuer an einen Mitsegler ab und machte mich an die Arbeit. Den Laptop zwischen den Beinen eingeklemmt – damit er bei der Krängung nicht über Board ging – war der Fehler fix behoben. Nach einem kurzen Check konnte das Ganze auch schon als ad-hoc Update auf das Produktivsystem ausgerollt werden.

Anschließend tauschte ich die Tastatur wieder gegen das Steuerrad. Uns konnte nun nichts mehr davon abhalten, die Fahrt mit voller Kraft fortzusetzen.

Mit appointmed im sicheren Hafen

Unser Segel-Trip war ein voller Erfolg und nach einer Woche kehrten wir schließlich in den sicheren Hafen von Split zurück. So läuft es aber nicht immer. Es gibt natürlich auch Wettersituationen, die uns das Segeln als Charter-Crew quasi unmöglich machen. Da geht man dann auch kein Risiko ein. Wenn es zu sehr stürmt, dann ist der sichere Hafen die bessere Wahl.

Ähnlich ist das mit den Patientendaten bei appointmed. Mit automatischen (stündlichen!) Backups, Verschlüsselung und gesicherten Rechenzentren ist appointmed der sichere Hafen für die Daten unserer KundInnen. So können sie auch “bei Sturm” beruhigt sein und sich um das Wesentliche kümmern: Ihre PatientInnen.

Teile diesen Artikel mit Freunden!