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Wie komme ich zu PatientInnen – Werbung, Kooperationen, Mundpropaganda

Wo finde ich als Physiotherapeut meine Patienten

Photo by Laurenz Kleinheider on Unsplash

Ein herzliches „Hallo“ miteinander!

In meinem letzten Blog ist es um Einnahmen bzw. Ausgaben einer Physiotherapiepraxis gegangen. In diesem Artikel geht hauptsächlich darum, wie ich meine Praxis mit PatientInnen füllte oder fülle.

Möglichkeiten neue Patienten anzuziehen gibt es wie Sand im Meer. So einfach und gleichzeitig schwer wie heute war Marketing noch nie. Und im Jahrhundert der sozialen Medien führt kein Weg an eine eigene Facebook Seite vorbei – oder etwa doch?!

Wie ich zu meinen ersten PatientInnen gekommen bin

Kurz gesagt: Die gute, altbewährte Methode von persönlichen Kontakten zu Ärzten oder Krankenhäusern ist nicht zu unterschätzen. In meinem Fall hat die Bekanntschaft mit einer Ärztin einen wesentlichen Beitrag zu meinem Erfolg geleistet. Beginnen wir aber von vorne:

Bei einer Tasse Kaffee ist mir die Herausforderung geschildert worden, PhysiotherapeutInnen im Fachbereich Atemtherapie zu finden. Besonders in der näheren Umgebung hat es weit und breit niemanden mit diesem speziellen Berufsbild gegeben. Wer mir das erzählt hat? Meine gute Bekannte, die zu dem Zeitpunkt gerade eine Praxis als Lungenfachärztin übernommen hat. Wie es der Zufall möchte, bin auch ich gerade dabei gewesen, Fuß in der Selbständigkeit zu fassen.

Mann und Frau trinken Kaffee

Photo by Joshua Ness on Unsplash

Ihr Vorschlag war simpel: Sobald ich eine passende Räumlichkeit in Ihrer Nähe gefunden habe, soll ich mich bei ihr melden. Gesagt – Getan. Von da an, ging es Schlag auf Schlag.

Ich hatte großes Glück, einen wunderbaren Raum im Zentrum von Eisenstadt zu finden. Mit neuen Visitenkarten (an dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine sehr gute Freundin für Grafik und Entwurf), einem Raum und viel Motivation im Gepäck, “marschierte” ich in die Lungenfachpraxis. Ein kurzes Gespräch mit meiner bekannten Lungenfachärztin hat gereicht, um die Rahmenbedingungen zu schaffen.

Seither kann ich mich auf Zuweisungen aus dieser Praxis verlassen. Es funktioniert wunderbar unkompliziert.

Die gute alte Mundpropaganda

Kommen die ersten PatientInnen und verlassen die Praxis zufrieden und mit sichtlichem Erfolg wird davon berichtet. Die Mundpropaganda Maschinerie kommt ins Rollen. Mundpropaganda spielt und wird auch weiterhin eine große Rolle spielen. Am Land ist sie sicher Segen und Fluch zugleich. Was rasch in einer Flut von Physiotherapie Anfragen mündet, kann ebenso schnell in schlechter Nachrede enden. Und schlechte Referenzen als selbständiger Physiotherapeut, sind wohl das Ungünstigste, was man sich vorstellen kann…

Der eigene Webauftritt

Im digitalen Zeitalter darf der eigene Webauftritt bei einer Diskussion über Patientenakquise natürlich nicht fehlen. Nur ist das Thema leider komplex und würde ohne Probleme ein Buch füllen. Somit teile ich an dieser Stelle nur meine persönliche Erfahrung mit euch.

Ein digitaler Fußabdruck im Netz bietet sicherlich einige Vorteile:

  • PatientInnen finden uns bei einer Internetrecherche.
  • PatientInnen lernen uns kennen.
  • PatientInnen machen sich vorab ein Bild von der Praxis.
  • PatientInnen informieren sich über den Ablauf der Behandlung.
  • PatientInnen haben die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme oder können direkt einen Termin online buchen.

Eine eigene Homepage hat viel Potential, ist aber auch mit gewissem Aufwand und Know-How verbunden. Eine Facebook Seite ist schnell aufgesetzt, aber weniger individuell gestaltbar. Oder verzichte ich gar darauf und verlasse mich ausschließlich auf zuweisende Kollegen und Mundpropaganda?

Die Wahl (oder der Verzicht) des digitalen Mediums hängt primär davon ab, welche PatientInnen ihr erreichen und gewinnen wollt. Im Marketing-Fachjargon sprechen wir von der passenden Zielgruppe.

Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen?

Stellt euch die Frage, welche Zielgruppe ihr überhaupt ansprechen wollt. Danach überlegt ihr euch, wo ihr eure Zielgruppe finden könnt. Die Antworten sind richtungsweisend für die Gestaltung des Werbeauftritts. Junge bzw. sportliche Personen erreicht man zum Beispiel gut über ein digitales Medium, in Sportvereinen oder Schulen.

Facebook Profil

Photo by Tim Bennett on Unsplash

Ältere Menschen, die vor allem in ländlichen Gegenden leben, sind höchstwahrscheinlich nur über persönliche Kontakte, Hausärzte oder Bekanntschaften zu erreichen.

Ausblick

In den nächsten Artikeln wird es vor allem um die Organisation innerhalb der Praxis gehen. Dokumentation, Datenschutz und allgemein das Leben als selbständiger Physiotherapeut aus meiner Sicht.

Ich freue mich schon euch mehr darüber zu erzählen.
Euer Clemens.


Weitere Kapitel aus Clemens‘ Kolumne

  1. Wie kommt man als Physiotherapeut auf den Gedanken der Selbstständigkeit?!
  2. Wichtige Behördenwege auf dem Weg in die Selbstständigkeit als Physiotherapeut
  3. Ein eigener Raum oder eine Gemeinschaftspraxis? Wer soll in meine Physio Praxis kommen?
  4. Was kostet die (Physio-) Welt?! Ein Blick auf die Kosten einer Physiotherapie Praxis.
  5. Wie komme ich zu PatientInnen – Werbung, Kooperationen, Mundpropaganda

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