Wie kommt man als Physiotherapeut auf den Gedanken der Selbstständigkeit?!

Der Weg in die Selbststaendigkeit als Physiotherapeut

Photo by Ian Schneider on Unsplash

Die erste Frage die einem nach dem Physiotherapiestudium gestellt wird, ist wohl: „Bist schon selbständig?“. Auch bei mir war es nicht anders. Doch die Entscheidung und der anschließende Weg in die Selbständigkeit als Physiotherapeut sind oftmals mit vielen offenen Fragen verbunden…

In dieser neuen Artikelserie lässt euch Clemens Weninger an seinem Weg in die Selbstständigkeit als Physiotherapeut teilhaben. Wenn Du keinen der folgenden Artikel verpassen möchtest, findest Du am Ende des Artikels die Möglichkeit, diese bequem per E-Mail zu abonnieren. Viel Spaß beim Lesen!

Wer bin ich?

Physiotherapeut Clemens WeningerMein Name ist Clemens Weninger, ich bin 33 Jahre alt und war nicht immer Physiotherapeut. Mein Berufsleben begann direkt nach der Matura – ein Studium konnte mich damals noch nicht ganz überzeugen.

Klar war für mich: „Es muss etwas im Gesundheitsbereich und evtl. sogar mit Sport zu tun haben.“

Ich checkte in die Ausbildung zum Med. Masseur ein und für mich war prompt klar: Das ist es! So verbrachte ich nahezu 10 Jahre in diesem Berufsfeld, absolvierte den Heilmasseur sowie den Dipl.Sportmasseur und fühlte mich sehr gut aufgehoben.

Bedauerlicherweise, oder besser gesagt mit Glück im Unglück zwang mich ein schwerer Unfall dazu, meinen Beruf als Heilmasseur nochmal zu überdenken und so entschloss ich mich mit 29 Jahren für den Versuch, Physiotherapeut zu werden. Dies hat auf Anhieb funktioniert. Im Sommer 2017 habe ich die Ausbildung abgeschlossen und arbeite seitdem in einer Rehaklinik für Herzkreislauf- und Lungenerkrankungen und habe im Herbst 2018 den Weg in die Selbständigkeit gewagt.

In meiner Blogreihe möchte ich euch auf einen Weg mitnehmen, den viele selbständige Physiotherapeut/innen gehen müssen. Ihr erhaltet einen Einblick in mein persönliches “Tagebuch zur Selbstständigkeit”. Meine Einträge sollen der/dem Einen oder Anderen eine kleine Hilfe bieten oder bereits selbstständige Physios mit einem Schmunzeln auf dieselben Erfahrungen zurückblicken lassen. Der erste Artikel behandelt die grundsätzliche Frage der Selbstständigkeit – die Pro’s und Con’s – und die Beweggründe.

Wann fällt die Entscheidung zur Selbständigkeit?

Diese Frage ist wohl pauschal nicht zu beantworten. Bei mir war von Anfang an klar: Nach dem Studium muss ein Angestelltenverhältnis her. Ein gähnend leeres Konto und eine mit 30+ unbefriedigende Wohnsituation (Studentenheim) waren bei mir unter den Top 3 der Beweggründe für eine Stelle in einer Rehaklinik. Absolute Priorität hatte aber die Tatsache, das in 3 Jahren Erlernte in einem „geschützten“ Rahmen, mit erfahrenen Kolleg/innen zu festigen und die physiotherapeutischen Kenntnisse zu vertiefen.

Das Drängen in die Selbständigkeit rückte dann nach einem guten Jahr Berufspraxis in den Vordergrund. Ich war der innerlichen Überzeugung, dass mir nun genügend Patient/innen durch die Hände gegangen sind um den Schritt ins Unternehmertum zu wagen.

Der Weg zum Physiotherapeuten

Photo by Brendan Church on Unsplash

Für und Wider – die Selbständigkeit

Verlasse ich den fixen Arbeitsalltag, wo ich mir keine Sorgen um die Anzahl der Patient/innen machen muss? Wo es fixe Arbeitszeiten, ein gutes Gehalt, ein 13. und 14. Monatsgehalt, Kollegen und Kolleginnen – ein Team, gibt. Wo man sich weder um Buchhaltung noch um organisatorische Dinge (außer seiner eigenen Dokumentation) kümmern muss. Wo man Arbeitskleidung und Material zur Verfügung hat und man keinerlei Kosten für Reinigung und Instandhaltung aufbringen muss etc.

Viele Dinge also, die für ein Angestelltenverhältnis sprechen.

Im Gegensatz ist man als selbständige/r Physiotherapeut/in „frei“. Ich teile mir die Termine selbst ein, entscheide wann ich arbeite und wann ich nicht arbeiten möchte. Ich werde für das bezahlt, was ich leiste und kann selbst entscheiden, was meine Leistungen wert sein sollen.

Urlaub? Mindestens 25 Tage, aber es dürfen auch mehr sein. Die eigene Praxis kann man sich natürlich auch nach seinen Wünschen und Vorstellungen gestalten und ausstatten, sofern man schon eine geeignete Ordination gefunden hat. Ich habe mein eigenes Unternehmen, mein Logo, mein Branding und kann mich spezialisieren. Das heißt in einen bestimmten Fachbereich vertiefen, wie zum Beispiel innere Medizin oder Orthopädie/Unfallchirurgie. Es steht einem somit die Welt der Physiotherapie offen und keiner sagt einem, was man wie, wann und wo zu tun hat.

Aber oft klingt es einfacher, als man denkt. Was es benötigt um sich den Traum des Einzelunternehmens zu erfüllen und welche Hürden, vor allem behördlich zu bewältigen sind, möchte ich euch gern im nächsten Blog erläutern – denn wie sagt ein bekannter Spruch: „Glauben ist gut, Wissen ist besser.“

Steckbrief

Die wichtigsten Infos zu unserem Gastautor Clemens findest Du im folgenden, kompakten Steckbrief:

Name: Clemens Weninger
Angebot: Physiotherapie,
Atemphysiotherapie,
Sportphysiotherapeut i.A.
Standort: Eisenstadt, AT
Telefon: +43 663 064 837 81 

Weitere Kapitel aus Clemen’s Kolumne

  1. Wie kommt man als Physiotherapeut auf den Gedanken der Selbstständigkeit?!
  2. Wichtige Behördenwege auf dem Weg in die Selbstständigkeit als Physiotherapeut
  3. Ein eigener Raum oder eine Gemeinschaftspraxis? Wer soll in meine Physio Praxis kommen?

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