appointMeet: Ergotherapeutin Irmgard Himmelbauer über den Schritt vom Papierkalender zur digitalen Praxis

Über 30 Jahre Berufserfahrung, zahlreiche Rollen als Therapeutin, Lehrende und Mitarbeiterin im Berufsverband – Irmgard Himmelbauer kennt den Praxisalltag in all seinen Facetten. Im Interview spricht die Ergotherapeutin über ihre Arbeit mit Kindern, ihren späten Schritt zur Digitalisierung und warum eine gute Praxissoftware heute für sie selbstverständlich dazugehört.

Ergotherapeutin Irmgard Himmelbauer nutzt appointmed

Hallo Irmgard, wie wurdest Du Ergotherapeutin?

Durch Zufall, ehrlich gesagt. Das war 1992 in Salzburg. Ich hatte nach der Matura keine Ahnung, was ich werden soll, und habe eine Broschüre über medizinisch-technische Berufe in die Hand bekommen. Bei der Ergotherapie stand: Man kann „mit psychisch Kranken töpfern“. Die Kombination aus Therapie, kreativer Arbeit und auch die Aspekte aus der Psychologie fand ich sehr spannend.

Ich habe mich beworben, die Ausbildung gemacht und habe dann 1995 in einem Kinderambulatorium zu arbeiten begonnen. Seither bin ich fast ununterbrochen als Kinderergotherapeutin tätig.

Was hat Dich in diesem Fachbereich gehalten?

Erstens macht es mir schlicht Freude: Ich therapiere gern, ich arbeite gern mit Kindern. Und zweitens passt die Selbstständigkeit gut zu mir. Ich tue mich ein bisschen schwer in hierarchischen Systemen. (lacht) Ich bin mir der Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit sehr genau bewusst, und diskutierte diese auch immer mit den Studierenden im Unterricht.

Freiberuflichkeit kann in diesem therapeutischen Bereich eine wirklich gute berufliche Option sein, gerade für Frauen.

Dazu kamen im Laufe der Jahre viele andere Rollen: eben als Lehrende unterschiedlicher Fächer an Fachhochschulen, Freiberuflichkeitsberaterin für KollegInnen, Kassenvertragsverhandlungen für den Berufsverband. Das hat den Beruf immer wieder in anderen Facetten spannend gemacht. Aber die Therapiearbeit selbst habe ich nie aufgegeben. Es macht mir Spaß, ich therapiere sehr gerne. Und vor allem macht mir die Arbeit mit Kindern viel Freude.

Ich behandle dabei Kinder mit ganz unterschiedlichen Symptomen, im Alter von anderthalb bis zehn Jahren. Es kommen Kinder mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen in der Alltagsbewältigung. Ergotherapie ist prinzipiell immer Handlungstherapie. Das bedeutet, jemand hat Schwierigkeiten mit der Ausführung alltäglicher Handlungen. Bei Kindern können das Schwierigkeiten in der Spielfähigkeit, beim Zeichnen oder beim Turnen sein. Ich unterstütze das Kind dabei, möglichst viele Dinge eigenständig oder selbstständig machen zu können.

Seit einigen Jahren nehme ich eine starke Zunahme von Kindern im Autismus-Spektrum wahr. Ich habe dazu aus gegebenem Anlass ein Buch geschrieben. Für Eltern, aber auch für Fachpersonen, einfach um meine langjährigen Erfahrungen mit diesem Thema zusammenzufassen. Ich freue mich, wenn ich damit Interesse wecken und andere damit unterstützen kann.

Kinder im Autismus-Spektrum durch Spielen fördern

Hast Du Dich gleich nach der Ausbildung selbstständig gemacht?

Nein, aber relativ bald. (lacht) Ich war zuerst angestellt, das empfehle ich auch allen BerufseinsteigerInnen. In einer Anstellung lernt man zum Beispiel interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zu arbeiten, bekommt ein Gefühl für PatientInnen und Behandlungsverläufe. Wenn man ein bisschen Erfahrung gesammelt hat, fällt es leichter die eigene Praxis aufzumachen.

Wie hast Du vor appointmed gearbeitet?

Ehrlich gesagt habe ich das lange vor mir hergeschoben und bin eigentlich ein totaler Papiermensch. Ich dokumentiere nach wie vor auf Papier, weil ich dabei auch mit Skizzen illustriere, was wie gemacht wurde. Auch die Terminplanung habe ich lange über den Papierkalender im Büro gemacht. Ich hatte zwar schon ein Kassenabrechnungstool aus meiner Zeit als Kassentherapeutin und habe da zumindest die Vorteile der digitalen Abrechnung kennengelernt.

Aber dann habe ich mir irgendwann gedacht: Jetzt muss das sein. Und als ich appointmed gestartet habe, habe ich mich über Weihnachten eine Woche lang in die Praxissoftware eingearbeitet. Seitdem, und das ist jetzt keine bezahlte Einschaltung (lacht), bin ich sehr, sehr zufrieden. Deswegen mache ich auch dieses Interview, weil ich wirklich finde: Das ist ein tolles Programm.

Wie bist Du auf appointmed gestoßen?

Ich habe mich online umgeschaut und mit KollegInnen gesprochen. Eine jüngere Physiotherapeutin in meiner Gruppenpraxis hatte appointmed schon, also habe ich mir das genauer angeschaut, die Testphase ausprobiert und mich relativ schnell entschieden. Mittlerweile nutzen es alle in unserer Praxis, die viele Termine und viele Patientinnen koordinieren.

Welche sind für Dich die wichtigsten Funktionen?

Die Terminplanung ist das Herzstück für mich. Früher hing alles am Papierkalender im Büro. Heute kann ich Termine von überall einsehen, verschieben, stornieren. Das war eigentlich nie mein Ziel, von unterwegs zu arbeiten, aber jetzt finde ich den mobilen Zugriff auch wirklich gut.

Und was mich ein bisschen verblüfft hat: Ich bin durch appointmed viel effizienter in der Terminvergabe geworden. Ich sehe sofort, wo Lücken sind und kann sehr langfristig planen. Und wenn ein Termin abgesagt wird, habe ich oft mit zwei Klicks jemanden von der Warteliste nachgerückt. Ich habe kaum noch Lücken. Wobei man sich auch manchmal über Lücken im Kalender freut. (lacht)

Sehr praktisch ist auch die Patientenübersicht auf einen Blick: Wie oft war jemand da, wann war der letzte Termin, wann kommt er wieder, was wurde schon bezahlt. Auch wenn ein Patient ein Jahr nicht da war und dann wieder reinkommt, ist man sofort up to date, ohne lange suchen zu müssen. Das finde ich wahnsinnig praktisch.

Die Zahlungserinnerungen nutze ich ebenfalls sehr gerne. Es kommt nicht oft vor, aber wenn, dann leuchtet es schön rot im System auf, und mit einem Klick ist die Erinnerung versendet, ohne dass ich die Formulierung selbst übernehmen muss. Das spart wirklich Zeit und Nerven.

Auch wenn es ein bisschen gedauert hat, bis ich eingearbeitet war, denn ich bin eben kein Digital Native habe ich den Schritt zu appointmed keinen Tag bereut.

Hast Du mit appointmed MINI alle Funktionen abgedeckt, die Du brauchst?

Ja, absolut. Eine Zeit lang hatte ich auch die MINIplus Funktion zum Einreichen bezahlter Rechnungen via WAHOnline. Das nehmen aber nicht viele in Anspruch und es war etwas kompliziert, die Verordnungsscheine vor dem Hochladen in eine passende Dateigröße umzuwandeln.

Adela: Mittlerweile haben wir das mit einem neuen Softwareupdate gelöst und das System passt die Dateigröße nun automatisch an.

Irmgard: Alles klar, das habe ich nicht gewusst. Bei Bedarf kann ich es ja in Zukunft wieder dazunehmen.

Gibt es etwas, was Dich besonders positiv überrascht hat?

Ja, dass Verbesserungsideen wirklich ankommen. Ich denke mir manchmal: Es wäre toll, wenn das System etwas Bestimmtes ermöglicht, und gefühlt drei Wochen später gibt es ein Update, welches genau das umgesetzt hat. Zum Beispiel, dass man jetzt direkt im Kalender sieht, bei welchen Terminen eine Leistung schon in Rechnung gestellt wurde. Das ist einfach sehr angenehm.

Man hat das Gefühl, da hört wirklich jemand zu.

Wie erlebst Du den Support?

Ganz zackig, schnell und freundlich. Kompliment an euch: Man kriegt sehr schnell jemanden ans Telefon oder bekommt eine Antwort, und man hat das Gefühl, das wird ernst genommen. Das kenne ich von anderen Anbietern ganz anders.

Und was mir auch sympathisch ist: appointmed ist in Wien gewachsen und kennt die lokalen Gegebenheiten im österreichischen Gesundheitsbereich. Das merkt man und es vermittelt das Gefühl, dass sich jemand fundiert damit beschäftigt.

Lohnt sich die Investition für Dich?

Ich achte natürlich darauf, dass es sich rechnet, denn ich bin grundsätzlich eher sparsam. (lacht) Aber ja, es rechnet sich. Für die Leistungen, die ich bekomme, ist es eine absolut sinnvolle Investition.


Steckbrief

Name:Irmgard Himmelbauer
Beruf:Kinder-Ergotherapeutin
Praxis:Praxis Naschmarkt
Rechte Wienzeile 51/4
1050 Wien
Website:praxis-naschmarkt.at
Bei uns seit:Jänner 2025

Fotos: Praxis Naschmarkt

AutorIn Info

AutorIn: Adela Inzinger

Adela Inzinger

Customer Success Specialist, appointmed GmbH

Ursprünglich aus dem HR und Recruiting Bereich kommend, ist Adelas wahre Stärke die persönliche Kommunikation mit Menschen. Sie ist die erste Anlaufstelle für Fragen aller Art und sorgt bei unseren Kunden für einen reibungslosen Ablauf mit appointmed.